Unser Standpunkt:
Verhindert eine weitere Verdichtung unseres Stadtviertels !
Sowohl die Einwohnerzahl mit fast 10.000 EW als auch die Einwohnerdichte in unserem Quartier (innerhalb des Albrecht-Dürer-Rings) sind die Höchsten von allen Frankenthaler Bezirken mit 140 EW/ha lt. Analyse des Stadtberatungsbüro Dr. Sven Fries . Eine weitere Erhöhung der Einwohnerzahl heißt, die ohnehin schon angespannte städtebauliche und soziale Lage im Umfeld des Jakobsplatzes unverantwortlich zu verschärfen.
Die Gegenwart und die Gefahren der Zukunft !
heutige Situation:
Rundherum des Jakobsplatzes und innerhalb des Albrecht-Dürer-Rings haben wir die größte Bewohnerdichte in FT.
Die Lucas-Cranach-Straße und die Hanns-Fay-Straße sind bereits heute sehr stark frequentiert. Durch die geringe Breite der Fahrbahn sind die Autofahrer gezwungen bei Gegenverkehr rechtswidrig den Gehweg zu befahren, damit der Verkehr überhaupt funktioniert.
Auch die Parkplatzsituation vor dem Edeka-Markt und am Jakobsplatz ist heute schon sehr angespannt.
Auswirkungen in der Bauphase:
- Strom, Gas, Wasser und Abwasser müssten mit einem unüberschaubaren Aufwand neu verlegt werden. Es ist nicht vorhersehbar, in welcher Größenordnung sich die Beeinträchtigungen durch diese Arbeiten für die heutigen Anwohner auswirken werden. Zudem wird eine über mehrere Jahre andauernde unzumutbare tägliche Lärmbelastung durch Bautätigkeiten und Baufahrzeuge herrschen, die sich für alle Anwohner negativ auswirken wird.
- Es wird in den nächsten Jahren nur eine eingeschränkte oder gar keine Einkaufsmöglichkeiten mehr geben.
- Die Parkplatzsituation würde sich während und nach der Bauzeit für alle Anwohner dramatisch zum Negativen verändern.
- Speziell für dass Haus Lucas-Cranach-Straße 4 besteht durch die zu erwartende sehr tiefe Baugrube und die damit verbundene Grundwasserproblematik die Gefahr des Absenkens. Dadurch kann ein Gebäudeschaden ungeahnten Ausmaßes entstehen.
Auswirkungen nach der Realisierung des Plans:
Durch die Vielzahl der geplanten Wohneinheiten ist mit einer weiteren Zunahme des Fahrzeugaufkommens (i. d. R. zwischen 1 und 3 Fahrzeugen je Wohneinheit) zu rechnen. Hinzu kommt durch den größeren Einkaufsmarkt voraussichtlich einestärkere Frequentierung durch mehr Kunden als bisher und eine dementsprechend höhere Fluktuation der Verkehrsbewegungen.
Eine derart extrem hohe Verkehrsbelastung kann die kleine und enge Erschließungsstraße, wie sie die Lucas-Cranach-Straße ist, nicht verkraften. Die Benutzung durch die Hanns-Fay-Straße ist schwerlich möglich, da kein direkter Zugang zum Supermarkt vorhanden ist. Diese Straße wird hauptsächlich durch die Bedürfnisse der beiden Schulen und der Anwohner schon stark belastet.
Hinter dem Gemeindezentrum sind 2 große Wohnblöcke von der Baugesellschaft Frankenthal neu entstanden bzw. noch im Bau. Dadurch werden bestehenden Freiräume und Grünflächen verschwinden im vollen Einverständnis aller Stadtratsfraktionen.
Unsere Forderungen für eine positive Entwicklung des Bereichs um den Jakobsplatz
- Keine weitere Verdichtung des Gebietes.
- Ein eventueller Neubau der Grundschule soll an den Voraussetzungendes Pilgerpfad Quartiers bemessen werden.
- Der Jakobsplatz muss als Platz bestehen bleiben.
- Eine Neuordnung der Parkplätze ist erforderlich.
- Die Pilgerwiese muss erhalten bleiben.
- Ein Quartiersmanagement am Jakobsplatz, wie im Sozialverträglichkeitsgutachten gefordert, muss allen Anwohnern gerecht werden.